Rotpunktvisiere werden immer beliebter, besonders beim Pistolenschießen. Warum? Weil es viel einfacher ist, gute Schießergebnisse zu erzielen, wenn man einfach dorthin schießt, wo das Rotpunktvisier ist, im Vergleich zum Ausrichten klassischer Pistolenvisiere.
Um Rotpunktvisiere richtig zu verstehen, musst du zwei Dinge wissen:
1. Es gibt unterschiedliche Rotpunktvisiere für Pistolen und für Gewehre
Du kannst oft ein Pistolen-Rotpunktvisier auf einem Gewehr verwenden, wenn du eine Picatinny-Adapterplatte für dieses Rotpunktvisier hast. Allerdings wirst du große Schwierigkeiten haben, ein Gewehr-Visier auf einer Pistole zu montieren. Warum? Aus mehreren Gründen. Erstens – Gewehr-Rotpunktvisiere sind ab Werk meist mit einer Picatinny-Montage ausgestattet. Und du kannst eine Picatinny-Montage nicht an einer Pistole anbringen, das ist schlichtweg nicht möglich. Zweitens sind Gewehr-Rotpunktvisiere in der Regel viel größer, was sie sehr unpraktisch für kleine Pistolen macht.
2. Verschiedene Rotpunktvisiere verwenden unterschiedliche Footprints
Das gilt vor allem für Pistolen-Rotpunktvisiere, aber du findest auch viele Gewehr-Rotpunktvisiere mit unterschiedlichen Montageplattformen (die meisten haben allerdings eine Picatinny-Montage im Lieferumfang).
Was ist ein Rotpunkt-Footprint?
Kurz gesagt – es ist ein einzigartiges Set aus Passstiften und Schraubenlöchern. Um ein Rotpunktvisier zu montieren, benötigst du einen Adapter mit passender Position der Stifte und Schraubenlöcher. Wenn du keinen passenden Adapter hast, passt es einfach nicht und du kannst das Visier nicht an deiner Waffe montieren.
Welche Rotpunkt-Adapter gibt es?
Wir unterscheiden drei Typen:
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Adapterplatten – diese sind für Optics Ready Pistolen gemacht. Du erkennst sie daran, dass der Adapter kein Teil hat, das in die Nut (dovetail) des Kimmenausschnitts passt.
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Rotpunktmontagen – diese sind für klassische Pistolen gedacht, die nicht Optics Ready sind. Diese Montagen haben immer ein Teil an der Unterseite, das in die Nut (dovetail) des Kimmenausschnitts des jeweiligen Modells passt.
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Picatinny-Rotpunktmontagen – das sind einfach Montagen, die es ermöglichen, das Rotpunktvisier auf eine Picatinny-Schiene (Picatinny-Basis) zu montieren.
Du kannst dasselbe Rotpunktvisier auf all diesen Montagen verwenden, solange die Montage einen kompatiblen Footprint nutzt. Anders gesagt: Du kannst dasselbe Rotpunktvisier für deine „Optics Ready“-Pistole, für deine klassische „Old School“-Pistole mit Nutmontage und für dein Gewehr mit Picatinny-Schiene oben verwenden.
Typen von Rotpunkt-Footprints
Es gibt 7 gängige Rotpunkt-Footprints. Sie können je nach Hersteller unterschiedlich benannt sein, aber wenn du genau hinschaust, wirst du feststellen, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit einer dieser sieben unten aufgeführten Footprints ist:
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Trijicon RMR Footprint – beliebtester Footprint für Full-Size-Rotpunktvisiere
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Vortex Venom (Docter) Footprint – im Laufe der Zeit immer weniger gebräuchlicher Footprint für Full-Size-Rotpunktvisiere
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C-More RTS Footprint – Footprint, der für Top-Wettkampf-Rotpunktvisiere verwendet wird
- Aimpoint Acro Footprint – robustester Footprint für Full-Size-Rotpunktvisiere
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Shield RMSc Footprint – das beliebteste Footprint für kompakte und subkompakte Rotpunktvisiere
- Leupold DPP Footprint – in letzter Zeit immer beliebteres Footprint für kompakte Rotpunktvisiere
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Holosun K-series Footprint – Footprint, das bisher ausschließlich von Holosun für einige seiner Rotpunktvisiere verwendet wird; angesichts der Beliebtheit dieser Rotpunktvisiere ist es ebenfalls recht populär
Verwechseln Sie nicht den Namen des Footprints mit kompatiblen Rotpunktvisieren
Nur weil das Trijicon RMR Footprint den Namen "Trijicon RMR" trägt, bedeutet das nicht, dass es ausschließlich mit dem Trijicon RMR funktioniert. Dieses Rotpunktvisier hat lediglich dieses Footprint populär gemacht.
Ebenso bedeutet es nicht, dass alle Rotpunktvisiere desselben Herstellers – zum Beispiel Holosun – automatisch auf alle Footprints dieses Herstellers passen (z. B. Holosun K-series Footprint).
Wie wählt man das richtige Rotpunktvisier- & Adapter-Setup aus
Zuerst ist es wichtig, ein Budget für das gesamte Setup festzulegen.
Zweitens prüfen Sie, welche Adapter (ob Montage oder Adapterplatte) mit Ihrer Waffe kompatibel sind. Es kann sein, dass es nur eine Montage für Ihre Waffe gibt und diese nur ein bestimmtes Footprint aufnimmt. Dann wissen Sie, dass Sie nur Rotpunktvisiere mit diesem Footprint auswählen können.
Drittens überlegen Sie, wofür Sie das Rotpunktvisier nutzen möchten. Ist es für das tägliche Führen, für den Wettkampfschießsport oder einfach nur für das gelegentliche Schießen auf dem Schießstand? Für das tägliche Führen empfiehlt sich eventuell ein kompaktes oder subkompaktes Rotpunktvisier, während Sie für den Wettkampf ein größeres Sichtfenster mit klarerem Bild bevorzugen könnten.
Berücksichtigen Sie all diese Punkte, reduziert sich Ihre Auswahl oft auf wenige Modelle. Dann kommt es auf Ihre finale Präferenz an. Manche Hersteller konkurrieren über den Preis, andere über Robustheit, Zuverlässigkeit oder lebenslange Garantie.
Suche nach Rotpunktvisieren nach kompatiblen Footprints, Marken usw.
Um die Auswahl zu erleichtern, können Sie im zweiten Schritt die Kategorien nach Footprint auf unserer Website nutzen. So können Sie gezielt nach den Rotpunktvisieren suchen, die das benötigte Footprint verwenden: